Haben Sie Wechseljahresbeschwerden ?

Der Wechsel und das sich ankündigende Alter bedeuten eine Umbruchsituation im Leben einer Frau, die oft mit negativen Erwartungen einhergeht.

Wechselbeschwerden treten nicht von heute auf morgen auf, sondern kündigen sich allmählich mit unterschiedlichen Symptomen an. Dieser Zeitraum wird als Perimenopause bezeichnet und dauert meist mehrere Jahre!

Ursache ist eine nachlassende Funktion der Eierstöcke, so das ein Hormonmangel auftritt und sich in unterschiedlichen Symptomen äußert, wie z.B.:

  • Hitzewallungen
  • Schweißausbrüchen
  • Schlafstörungen
  • Reizbarkeit
  • depressiven Verstimmungszuständen
  • Konzentrationsstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Herzklopfen
  • abnehmende Sexualität
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr

Auch psychische Prozesse  wie negative Erwartungen für den neuen Lebensabschnitt beeinflussen Sie als betroffene Frau:

  • der Verlust der Fruchtbarkeit wird mit dem Verlust von  Attraktivität assoziiert
  • Befürchtungen bezüglich Krankheiten oder Vereinsamung
  • Angst, dass der beste Teil des Lebens vorbei sei

Die natürliche Menopause(Wechsel) ist ein normaler und erwarteter Übergang im Lebenszyklus der Frau.

Wenn Sie liebe Patientin unter Wechselbeschwerden stark leiden, dann sprechen Sie unser Praxisteam darauf an, wir werden gemeinsam die für Sie bestgeeignete Therapie finden.

Abnehmen in der Perimenopause und Menopause: Was im Körper passiert und welche Strategien helfen

Warum Gewichtszunahme in den Wechseljahren so häufig ist

Abnehmen in der Perimenopause und Menopause: Was im Körper passiert und welche Strategien helfen

Viele Frauen erleben in der Perimenopause und Menopause eine ungewollte Gewichtszunahme – oft trotz unverändertem Essverhalten. Die hormonellen Veränderungen der Wechseljahre beeinflussen Stoffwechsel, Fettverteilung sowie Hunger- und Sättigungssignale. Wer diese Zusammenhänge versteht, kann gezielt gegensteuern und das Gewichtsmanagement nachhaltig verbessern.

Warum Gewichtszunahme in den Wechseljahren so häufig ist

In der Perimenopause beginnen die Sexualhormone, insbesondere das Östrogen, stark zu schwanken. Diese Veränderungen wirken sich direkt auf den Stoffwechsel aus und können zu einer Zunahme des Körpergewichts führen – selbst ohne veränderte Kalorienzufuhr.

Hormonelle Veränderungen in der Perimenopause und ihre Auswirkungen auf den Stoffwechsel

Sinkende und unregelmäßige Östrogenspiegel beeinflussen mehrere zentrale Stoffwechselprozesse:

  • Verminderte Insulinsensitivität, die Fetteinlagerungen begünstigt
  • Veränderte Regulation des Fettgewebes und mehr Fetteinlagerungen
  • Wasserretention durch Progesteronschwankungen

Diese Mechanismen erklären, warum Gewichtszunahmen schon in der frühen Übergangsphase auftreten können.

Menopause: Sinkender Energieverbrauch und vermehrtes Bauchfett

Mit Beginn der Menopause reduziert sich die körpereigene Östrogenproduktion nahezu vollständig. Dies führt zu:

  • einem sinkenden Grundumsatz
  • beschleunigtem Verlust von Muskelmasse (Sarkopenie)
  • verstärkter Fettverlagerung in den Bauchraum
  • erhöhter Neigung zu Insulinresistenz und Entzündungsprozessen

Besonders das viszerale Bauchfett erhöht das Risiko für kardiometabolische Erkrankungen.

Appetit, Hunger und Hormone: Warum sich das Essverhalten verändert

Östrogene regulieren Hunger- und Sättigungssignale im zentralen Nervensystem. Ihre Abnahme kann das Gleichgewicht stören:

  • Schwächere Leptinwirkung (Sättigungssignal)
  • Stärkere Ghrelinwirkung (Hungersignal)
  • mehr Heißhunger durch Schlafstörungen, Stress und Cortisolausschüttung

Warum Muskelmasse in der Menopause entscheidend ist

Muskelmasse ist ein wesentlicher Faktor für einen aktiven Stoffwechsel. Mit abnehmender Östrogenproduktion steigt der Muskelabbau – gleichzeitig sinkt der Grundumsatz.

Besonders effektiv sind:

  • Krafttraining für den Muskelerhalt
  • Alltagsbewegung (NEAT) wie Gehen, Treppensteigen, Hausarbeit
  • Moderate Ausdaueraktivität zur Stabilisierung des Stoffwechsels

Ernährung in der Menopause: Was den Stoffwechsel wirklich unterstützt

Für ein erfolgreiches Gewichtsmanagement in der Menopause spielt die Ernährungsqualität eine größere Rolle als strenge Kalorienreduktion. Empfehlenswert sind:

  • Eine ausreichende Proteinzufuhr zum Muskelerhalt
  • Ballaststoffreiche Lebensmittel zur Stabilisierung des Blutzuckers
  • Der Verzicht auf stark verarbeitete Kohlenhydrate und zu viel Alkohol